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Termine

Seminar

25.6.-26.6.2021 Seminar in Wien mit Prof. Franz Ruppert

Seminarankündigung

 

Einzeltermine

Termine für die Musiktherapie, eine Beratung

oder ioPT-Einzelarbeit

können jederzeit vereinbart werden.

 

Seminartage

ioPT-Gruppen

9:30-18:00

12.Dezember

9. Jänner

6. Februar

6.März (andere Zeit: 13:00-19:30)

10. April

15.Mai

12.Juni

Auf Anfrage können gern auch individuelle Gruppentermine

vereinbart werden

 

Trauma bedeutet, dass ein Mensch einer ihn massiv überfordernden Situation ausgesetzt ist, die mit Gefühlen von großer Angst und Bedrohung einhergeht. Gewöhnliche Regulationsmechanismen der Psyche und des Körpers greifen nicht mehr. Zuerst kommt es  zu einer starken Stressreaktion, wenn die dadurch eintretende Übererregung zu hoch wird, wird sie abgelöst von der Schockstarre. Um das Trauma auf der psychischen Ebene zu bewältigen werden das Erlebte und die psychischen Reaktionen darauf getrennt.

Die ersten Bindungserfahrungen, die wir machen sind prägend dafür, wie wir später unsere Umwelt wahrnehmen und wie wir unsere Beziehungen gestalten. Die erste bedeutsame Bindung ist die an unsere Mutter.

Idealerweise gelingt es der Mutter bzw. den Eltern sich im Kontakt mit dem Kind dessen Bedürfnisse zu deuten und zu verstehen und diese fein abgestimmt zu beantworten, so dass das Kind die Erfahrung machen kann, dass es wahrgenommen wird und spürt, dass auftauchende Emotionen von  den Eltern mitvollzogen werden und diese je nachdem welche Emotion sich gerade in den Vordergrund drängt tröstend, beruhigend, ermunternd oder ermutigend reagieren. Dies fördert, dass Kinder mit der Zeit gute eigene Regulationsmechanismen entwickeln können.

Die identitästorientierte Psychotraumatherapie nach Prof. Franz Ruppert ist eine Methode, die besonders dafür geeignet ist, um die Ursachen für Beziehungskonflikte, verschiedene körperliche Symptome und psychische Schwierigkeiten deutlich zu machen. Unsere frühen Bindungserfahrungen mit unseren ersten Bezugspersonen und erlebte Traumata haben einen wesentlichen Einfluß darauf, wie es uns später als erwachsenem Menschen geht, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und wie wir zwischenmenschliche Beziehungen leben und erleben, denn überfordernde, belastende und traumatische Lebenserfahrungen führen dazu, dass sich die Psyche aufspalten muß und sie in Folge dessen aus verschiedenen Anteilen besteht.

Das "Aufstellen des Anliegensatzes" bzw. die  Selbstbegegnung mit dem Anliegensatz hat das Ziel, dass die Person, die ein Anliegen formuliert hat,  ihren verschiedenen Anteilen begegnen kann und eine Integration dieser stattfindet. In Folge dessen können sich emotionale Blockaden  lösen und  Gefühle dürfen wieder freier fließen.  Beziehungen können sich verändern und man kann sich selbst neu und anders spüren und wahrnehmen, was letztlich zu mehr innerer Autonomie und einer neuen seelischen Stabilität führt.

Wichtig für eine Selbstbegegnung dieser Art ist, dass die Person sich vorher Gedanken darüber macht, mit was sie sich auseinandersetzen möchte, wo sie gerne etwas mehr verstehen und erspüren mag. Nach dem Formulieren ihres Anliegensatzes wählt sie nach und nach  für die einzelnen Wörter Resonanzgeber aus und es kann langsam auftauchen, was hinter den Wörtern steht. Für diejenigen, die noch keine ioPT-Erfahrung haben, kann auch die Teilnahme als ResonanzgeberIn an einem Seminar sinnvoll sein, um ein eigenes Anliegen zu formulieren. In der Regel setzt auch das Einnehmen einer Resonanzgeberrolle oder das Beobachten einer Selbstbegnung seelische Prozesse in einem selbst in Gang und beides kann wichtige Impulse geben.